00:00:10 [Jan Johl] Ein Freund hat mir einmal gesagt, Jan, you’re really serious about happiness. Mit diesem Film will ich zeigen, wer ich bin, wo ich herkomme. In den 50ern hatten meine Eltern einen Jazzclub. Louis Armstrong, guck mal, mit dem Horst Brandt.
00:00:39 [Mutter von Jan] Den haben wir auch abgeholt am Flughafen.
00:00:41 [Jan Johl] Du hast doch mal erzählt, dass ihr in Frankreich, der Côte d’Azur auch, mal für einige Monate ein Jazzclub geleitet habt. Und da war der Chad Baker kam doch da.
00:00:51 [Mutter von Jan] Oh ja, der war bekannt, dass der immer so viel schon geraucht hat. Marihuana und so weiter. Ja, auch noch heftige Sachen.
00:01:02 [Jan Johl] Das war bekannt.
00:01:03 [Mutter von Jan] Und der kam gerade aus dem Gefängnis wieder. Und dann war der wieder mit. Und dann war er wieder hinten drin. Und was hat er gemacht? Gleich wieder angefangen zu rauchen. Und war gerade entlassen.
00:01:14 [Jan Johl] Meine Mutter schenkte meinem Daddy ein Schlagzeug. Doch weil er die Firma Seger leitete und keine Zeit zum Spielen hatte, war ich es, der spielen lernte. Ich spiele noch immer. Und dieses Spielen, das ist die Basis. Das ist mir nie verloren gegangen. Selbst nachdem ich Management in London und Straßburg studiert und die Firma Seger als Geschäftsführer übernommen habe. Hier haben wir die alte Chronik unserer alten Familienfirma Seger. Hier dann die Verleihungsurkunde von dem Bundespräsidenten Theodor Heuss an den Urgroßvater. Wo steht er? Hier der Friedrich Emmerling. Hier die Darstellung. Da hat die Firma Seger dann 1958 zur Weltausstellung in Brüssel eine Goldmedaille im Grand Prix gewonnen. Und da gibt es dann die Goldmedaille von 1937. Das ist der alte Produktkatalog unserer Firma Seger. Hier halt Kleidersäcke, Koffer, Aktenkoffer, Umhängetaschen. Sogar eine Tennistasche hatten wir. Hier ist nochmal mein Vater in jungen Jahren zu sehen. Auf der Lederwarenmesse in Offenbach. Da zeigt er gerade dem Ludwig Erhard einen Kosmetikkoffer.
00:02:55 [Mutter von Jan] Also jedes Jahr gab es zweimal die Offenbacher Messe, Lederwaren. Hauptsächlich Lederwaren. Und was das Interessante war, mit Kamera kam dann die Wochenschau. Und hat uns zuerst immer, das erste war Seger stand. Dass die uns interviewt hatten. Und das war wirklich toll. Obwohl ja nun über 100 Aussteller waren. Waren wir immer die ersten, die erst interviewt haben. Weil die Firma so berühmt war.
00:03:33 [Jan Johl] Als die Firma schließlich an Montblanc verkauft wurde, habe ich meine eigene Taschenfirma gegründet. Viele sagen, ich bin ein Hippie. Aber ich bin kein Hippie. Ich bin ein Happy. Ich hatte 16 Jahre lang einen Laden in Frankfurt-Bornheim, wo ich Taschen verkauft und Veranstaltungen organisiert habe. Die Glücksfestivals. Und in dieser Zeit ist auch die Glücksblume entstanden. Über die Fahrradlampe haben wir dann einen aufgeschnittenen Plastikbecher darüber gestülpt. Damit bin ich ein Jahr herumgefahren und alle Menschen haben immer auf mein Fahrrad gestarrt, auf diesen aufgeschnittenen Plastikbecher. Und irgendwann habe ich gemeint, jetzt muss ich mal eine Farbe und ein anderes Material. Und dann ist diese Glücksblume entstanden. In groß. Hand groß, die über Fahrradlampen passt.
00:04:44 [Mutter von Jan] Und dann fährt man durch Frankfurt und dann sieht man die. Und wenn die sich selber auch treffen, zufällig, dann begrüßen sie sich. Und das ist wieder der Sinn der Sache dabei.
00:04:56 [Jan Johl] Und dann ist die Kleine noch gekommen, die kleine Glücksblume. Das ist wie eine Visitenkarte, die ich dann seitdem, seit 2001 verteile ich die, also seit 23 Jahren.
00:05:05 [Mutter von Jan] Kostet nur ein Lächeln, sagt er immer den Menschen. Und die freuen sich dann jedes Mal.
00:05:10 [Jan Johl] Und da habe ich gemerkt, hey, jetzt habe ich zu meinen Taschenproduktionen, zu meinem Beruf, habe ich auch noch meine Berufung entdeckt. Musik In diesem Garten habe ich gelebt, sechs Jahre. Da war ich in der totalen Stille. Viele gehen in ein Yoga-Zentrum, um zu meditieren. Ich habe das 24-7 gehabt, in diesem Garten, diesem Steinhaus mit Ofen. Dann kommen mir die Texte und dann habe ich getextet ohne Ende, Lieder geschrieben. Und in 2000. 2002 bin ich dann endlich ins Studio und habe angefangen, meine erste CD zu produzieren. Wir sind alle die Nummer 1, einzigartig und genial, manchmal auch weniger, trotzdem phänomenal. Wir sind alle die Nummer 1, einzigartig und genial, manchmal auch weniger, trotzdem phänomenal. Mittlerweile habe ich 39 CDs aufgenommen. Die Musik zieht sich wie ein goldener Faden durch mein Leben. Ich habe eine Jazzband hier in Frankfurt, die East End Jazzband. Und das ist immer die Erfüllung, mit anderen zu spielen, aufeinander zu hören, nicht zu laut, nicht zu leise. Mal die Führung übernehmen, mal auch sich führen lassen von anderen, dieses Zulassen. Das macht ja einen Glücksionär aus, einen Menschen, der zufrieden ist. Ich bin kein Guru, kein Missionar. Ich bin kein Anführer. Ich will keine Hierarchie. Ich will niemanden überzeugen. Ich will niemanden überzeugen. Ich suche Gleichgesinnte, auf Augenhöhe. Ich baue ein Netzwerk auf, in dem sich die Mitglieder ergänzen, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Wir sind mittlerweile ein Verein. Der Glück ist jetzt, mach dein Ding, Verein. Und für diesen Verein suchen wir Mitglieder, Mitspieler. Mein Pendant zu den gelben Seiten sind die goldigen Zeiten. Ein Verzeichnis von echten Produkten und Dienstleistungen, das Netzwerk. Ein Verzeichnis von echten Produkten und Dienstleistungen, das Netzwerk.