Wie beschreibe ich mich selbst in drei Worten? Neugierig, offen, spontan. Mein Name ist Inke Schweigert, ich bin Diplom-Sozialarbeiterin und leite Eltern-Kind-Kurse. Also Entwicklungsbegleitung im ersten Lebensjahr ist das in einem eigenen Zentrum in Frankfurt. Den Jan kenne ich seit der weiterführenden Schule, also fünfte Klasse haben wir uns kennengelernt und waren mal sehr eng zusammen und dann haben wir uns wieder aus den Augen verloren. Und jetzt, so gerade im November vor zwei Jahren, haben wir uns hier wieder gefunden und seitdem hat der Garten eine ganz große Bedeutung für mich und für alle, die hierher kommen. Da ich jetzt seit Mai auch in Bürgel wohne, ich habe vorher in Frankfurt gewohnt und es war auch mein Wunsch, hier näher an den Garten zu ziehen, ist meine Hauptaufgabe jetzt im Sommer, dann auch zweimal die Woche zu gießen, weil wir bauen ja unsere Pflanzen selber an.
Wir wollen autonom werden, solidarische Wirtschaftsgemeinschaft und das muss dann auch gepflegt werden. Ich bin nicht die gute Gärtnerin. Gießen und Unkraut jäten oder auch mal ernten kann ich gut unterstützen. Das, dass wir hier Gemüse anpflanzen, steht für mich eigentlich an zweiter Stelle. An erster Stelle steht für mich die Gemeinschaft. Also, dass hier in dieser Garten ein Ort ist, wo ich so sein kann, wie ich bin und wo ich Gleichgesinnte treffe. Es ist so eine Insel. Ja, eine ganz besondere Aufgabe, die mir auch sehr wichtig ist, hier im Garten, ich versorge die Menschen mit Wasser. Also, den Garten kann ich nicht versorgen, da haben wir ja einen Brunnen, nur bin ich auch Trinkwasserberaterin, das heißt, ich halte Vorträge zum Thema Wasser und Gesundheit und da war das Erste, was ich hier gemacht habe, immer genügend Wasser in den blauen Flaschen mitzubringen, dass die Menschen, die hierher kommen, auch sauberes Wasser trinken können.
Im Prinzip sind es drei Dinge, die mich, ähm, glücklich machen und zwar ist es Musik, Natur und, ähm, Begegnung mit Gleichgesinnten. Und genau diese drei Faktoren erfüllt der Garten für mich. Und vielleicht auch die Verbindung zum Jan, weil wir uns schon so lange kennen, das ist wie Familie. Das, es ist wie nach Hause kommen. Also, ich, ich fühle mich hier einfach immer nur wohl. Einen anderen Zustand gibt es hier gar nicht. Der Garten ermöglicht mir, hatte ich auch schon erwähnt, dass ich so sein kann, wie ich bin. Und was jetzt auch immer mehr dazu kommt, ist, dass der Garten auch die Menschen anzieht, das ist wie ein Magnet. Und das fühlt sich auch gut an, so ein Teil davon zu sein, ja, ein Magnet zu sein.
Ja, und die Leute dann, die kommen, herzlich willkommen zu heißen, sich auszutauschen und mit auf diese Reise zu nehmen, die jetzt vor uns liegt und schon hinter uns war. Ja, wie du jetzt sicherlich an meiner Darstellung gehört hast, ist der Garten ein ganz besonderer Ort. Und ich bin dem Universum auch sehr dankbar, dass ich hier sein darf. Und wenn dich das jetzt angesprochen hat, wenn du sagst, ja, das klingt mir eigentlich ähnlich und sowas habe ich schon die ganze Zeit gesucht, dann würde ich mich freuen, wenn du auch einmal hier durch unser Paradies und das Torgärtchen kommst und ich dich begrüßen darf hier bei uns im Garten.
Ja, vielen Dank, dass du da warst.